SHAKESPEARE LECTURE

„Rechteck“ – ich denke diese Worte können die Veranstaltung sehr gut zusammenfassen, und alle, die dort waren, werden sich mit einem Lächeln auf dem Gesicht an Patrick Spottiswoode erinnern. Am 4. Februar 2019 wurde in der Leonore-Goldschmidt Schule eine Vorlesung über Shakespeare gehalten, zu der die Englisch-Kurse der Oberstufe verpflichtend gingen, jedoch auch alle anderen interessierten Schüler für 6€ teilnehmen durften.

Patrick Spottiswoode Foto: Pressefreigabe

Als wir gehört haben, dass wir zu solch einer Veranstaltung gehen würden, erwarteten wir ein trockenes Programm. Eine langweilige Vorlesung auf Englisch, die man kaum versteht, und für manche nicht mal abiturrelevant. Diese Erwartung hat sich allerdings für die anwesenden ca. 400 Schüler mehrerer Schulen direkt am Anfang aufgelöst, denn Spottiswoode gestaltete den Vortrag in einer Länge von etwa zwei Schulstunden sehr interessant, indem er mit gutem englischen Humor und tatkräftiger Unterstützung einiger Freiwilliger Shakespeares Bühnengestaltung erläuterte – natürlich in verständlichem Englisch. Weiter durften wir erfahren, wie Shakespeare das Theater nutzte und was Theater in seiner Zeit leistete. Im letzten Teil sprach Spottiswoode über die Entwicklung der Sprache in Europa und wie sich Shakespeares Wortgebrauch auf unseren heutigen Wortschatz und den Unterrichtsinhalt auswirkt. Dies veranschaulichte er mit lustigen und für alle Schüler ansprechenden Beispielen.

Shakespeare Foto: National Portrait Gallery, London

Die Aula verließen wir nach der Vorstellung dennoch mit gemischten Gefühlen. Die befürchteten Erwartungen sind zum Glück nicht eingetroffen. Nein, eigentlich war es für uns eine gelungene Veranstaltung, die anders lief als erwartet, doch trotzdem bleibt eine Frage bestehen: warum fand sie eigentlich statt?

Insgesamt, im Gegensatz zum Schulalltag, ein gelungener und interessanter Vormittag, jedoch weder abiturrelevant, noch sonst anders irgendwie vom Unterrichtsinhalt abhängig. Diese Ansicht überwog wohl auch bei den meisten Anwesenden. Trotzdem gab es auch genügend Stimmen, die es definitiv erfreute, entgegen ihrer negativen Erwartungen, überrascht zu werden.

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