Gut versteckt und doch ein sicherer Geheimtipp: Die Fahrradwerkstatt

Foto: Hannah Floto

Wenn man man die Fahrradwerkstatt im Keller des blauen Bereichs der Leonore-Goldschmidt-Schule betritt, findet man sich in einem Raum wieder, in dem Schläuche und Fahrradteile von der Decke hängen. Es riecht nach Gummi und Kettenöl.

All diese Eindrücke wecken unsere Neugier, und wir beschließen über die Werkstatt zu berichten. Umso mehr freuen wir uns, als wir im Nebenraum auf zwei AG-Mitglieder treffen. Wir bitten sie, etwas über ihre Aufgaben in der Fahrradwerkstatt zu erzählen, so erfahren wir eine Menge über das Lernen und Arbeiten im Bereich der Fahrradreparatur.

„In der ersten halben Stunde lernen wir ein theoretisches Thema, und haben dann Zeit dies praktisch anzuwenden. Danach reparieren halt das, was gerade an dem Fahrrad kaputt ist.“

Besonderes Wissen im Voraus sei nicht erforderlich, jedoch sei der gute Umgang mit gewissen Werkzeugen wie dem Schraubenzieher von Vorteil. Notwendiges Werkzeug und Ersatzteile lassen sich überall in der Werkstatt finden. Die beiden berichten stolz, dass sie auch Kundenfahrräder reparieren, wenn sie nicht gerade an ihren eigenen Fahrrädern herumbasteln. Manchmal bekommen sie dafür sogar ein kleines Taschengeld.

Währenddessen betritt der engagierte Leiter der Fahrrad-Werkstatt, Rudi Oelfinger, den Raum. Bei ihm ist sein Name auch Programm. Er trägt einen Blaumann und erweckt gleich den Eindruck eines kompetenten Handwerkers. Sofort bringt er sich in das Geschehen ein und erklärt uns:

„Es gibt eigentlich zwei Bereiche, die hier behandelt werden. Das eine ist eben die Arbeit mit den Schülern, die Fahrrad-AG, die sollen ja auch was lernen. Da gibt es alte Fahrräder, die repariert werden können, da stehen draußen immer genug von. Das zweite ist, dass wir auch für Kunden Fahrräder reparieren.“

Foto: Hannah Floto

Passenderweise betritt in jenem Moment ein Kunde den Laden. „Da kommt schon wieder einer“, sagt er. „Das hat sich langsam rumgesprochen. Die Leute kommen hier her und bringen uns ihre Fahrräder. Ich bin gerade mit diesem schwarzen Rad hier beschäftigt. Die Speichen müssen ausgewechselt werden.“

Zur Zeit läuft die Fahrradwerkstatt so gut, dass sich die Arbeit rentiert und in nachgefragten Zeiten werden sogar Gewinne gemacht. Gefördert wird die Werkstatt aber auch von der Schule.

Nachdem Herr Oelfinger sich dem Kunden zugewandt hat, begegnen wir der Technik-AG. Dort werden, wie auch in der Fahrrad-AG, vor allem die haptischen Fähigkeiten gefördert, aber auch Ausdauer, Geduld, und das Selbstbewusstsein wenn man ein Projekt fertiggestellt hat.

Zum krönenden Abschluss unseres Besuches dürfen wir noch auf außergewöhnlichen Fahrrädern, unter anderem einem Hochrad, ein paar Runden auf dem Hof drehen.

Die Fahrradwerkstatt hat Dienstags von 10:00-15:45Uhr geöffnet. Solltet ihr einen Klassenausflug machen und kein funktionstüchtiges Fahrrad haben, könnt ihr euch auch ein Fahrrad für 3€ am Tag ausleihen. Ab Frühjahr soll es außerdem gute Gebrauchtfahrräder zu kaufen geben.

Teresa Rübel auf dem Hochrad. Foto: Hannah Floto

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.